Kultusministerin besucht Kehl

04.09.2019

Spritztour durchs Ländle: Auf Initiative des Ortenauer Landtagsabgeordneten Willi Stächele besuchte Susanne Eisenmann, Kultusministerin und Spitzenkandidatin der CDU für das Amt der Ministerpräsidentin bei der Landtagswahl 2021, die Badischen Stahlwerke Kehl (BSW) und die Diakonie Kork. Sowohl das Unternehmen als auch die Diakonie trugen ihre Wünsche und Nöte an die Ministerin heran.

Bei ihrer Stippvisite nahm sich Susanne Eisenmann viel Zeit, sich den Sorgen und Nöten der beiden Einrichtungen zu stellen. »Unser großes Thema ist der Nachwuchsmangel«, sagte beispielsweise Andreas
Volkert, Geschäftsführer der BSW Anlagenbau und Ausbildung GmbH (BAG). Seit 30 Jahren bildet die BSW-Tochter die Fachkräfte selber aus, die später im Stahlwerk arbeiten – im Schnitt etwa 50 bis 100 pro
Jahr. »Heute haben weit über 95 Prozent unserer Mitarbeiter eine Ausbildung bei uns gemacht«, sagte Volkert.
Allerdings sei nicht nur die gesunkene Anzahl der Ausbildungsbewerber das Problem, so Volkert. »Man merkt auch, dass immer mehr junge Leute in höherwertige Ausbildungen streben, sprich: Sie wollen
Gymnasium machen und sie wollen studieren.« Das sei verständlich, führe aber auch dazu, dass mittelmäßige bis gute Schüler nicht mehr für den dualen Ausbildungsmarkt zur Verfügung stünden und da
durch die Qualität im Ausbildungsbereich nachlasse. Die BSW müsse heute die Leute, die sie ausbilde, viel mehr fördern und stärken. »Wir sind schlicht und ergreifend in der Situation, dass wir nicht mehr
auswählen können, welchen Auszubildenden wir nehmen«, brachte es Volkert dramatisch auf den Punkt, »sondern wir müssen denjenigen nehmen, den wir bekommen können.«

 
 
 
 
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